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Indikator 5.7 E - Ärztliche Versorgung

Zielbeschreibung

Der Indikator gibt Aufschluss über die medizinische Versorgung der über 60-Jährigen durch Hausärzte und Fachärzte vor Ort. Dabei geht es insbesondere auch um die Erreichbarkeit der Arztpraxen.

Für die Seniorenplanung ist darüber hinaus die Facharztquote (z. B. Internisten, Neurologen) bedeutsam, da Fachärzte z. B. bei einer frühzeitigen Diagnose demenzieller Erkrankungen entsprechende Maßnahmen einleiten können. In jeder Kommune bzw. gemeindeübergreifend sollte eine entsprechende Versorgung mit qualifizierten Fachärzten gewährleistet sein.

Ärzte sind außerdem in ihrer Funktion als Multiplikatoren und Berater für die Versorgung bei Hilfe- und Unterstützungsbedarf von Interesse.

Anhand des Indikators können zudem Hinweise auf Tendenzen zur Über-, Fehl- oder Unterversorgung aufgezeigt werden.

Besonderheit

Durch rechtzeitiges Erkennen einer demenziellen Erkrankung (z. B. Alzheimer) kann die Krankheit nicht verhindert, aber das Fortschreiten hinausgezögert werden, wodurch in der Folge die Lebensqualität der Betroffenen wie der Angehörigen verbessert werden kann. Dies trifft auch für alle anderen Vorsorgeuntersuchungen (Krebs, Herz usw.) zu.

Informationsquellen

Einheit

Anzahl und Anteil in %

Erhebungs­inhalte und/oder Berechnung

Anzahl der Allgemeinmediziner, Internisten, Neurologen, HNO-, Augen­ärzte:

  • pro 1.000 Einwohner
  • pro Einwohner über 60 bzw. 80 Jahre

Kennzahlen

  • 137.416 kassenärztlich zugelassene Ärzte (2009) (+3,4 % gegenüber 2004) 
  • 595 Einwohner pro Arzt (2009) 
  • In den Innenstädten ist die Versorgung mit Fachärzten deutlich besser als in ländlichen Regionen. 
  • 86 % der Personen über 60 Jahre gehen mindestens 1x pro Quartal zum Arzt und machen durchschnittlich 4,2 Arztbesuche pro Quartal 

Erhebungs­häufigkeit

 

jährlich

Auswahl an Handlungs­möglichkeiten

in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Sicherstellung der medizinischen Versorgung mit Fachärzten, insbesondere mit Neurologen

Schaffung attraktiver Bedingungen für junge Ärzte zwecks Ansiedlung in eher ländlichen Kommunen