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Indikator 3.4 B - Alltagsbezogene Dienste

Zielbeschreibung

Ziel dieses Indikators ist es, das örtliche Angebot für alltagsbezogene Dienstleistungen zu erfassen. Alltagsbezogene Dienstleistungen (auch: komplementäre Dienste) ergänzen die herkömmlichen pflegerischen Dienste und bieten Lösungen für unterschiedliche kleine häusliche Probleme an. Meist handelt es sich bei den Dienstleistungen um kleine Alltagshandlungen, welche im Alter nicht mehr ohne Weiteres bewältigt werden können und daher den älteren Menschen das Leben in ihrer eigenen häuslichen Umgebung erschweren. Es handelt sich hierbei um kleine Dienstleistungen wie putzen, bügeln, Behördengänge, Rasen mähen oder das Haustier versorgen, für die sich keine Hilfsorganisation oder Handwerker finden.

Informationsquellen

  • Wohlfahrtsverbände

  • Vereine

  • private Anbieter

  • Wohnungsbaugesellschaften

  • Freiwilligenagentur, Tauschbörsen u. a.

  • sonstige Anbieter, private Initiativen, Selbsthilfegruppen, Vereine usw.

Einheit

Anzahl

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Anzahl/Nutzung aller angebotenen niedrigschwelligen, pflegeergänzenden alltagsbezogenen Dienstleistungen in der Kommune:

  • Fahrdienste, z. B. Begleitung zum Arzt, zu einer Behörde
  • Demenz, z. B. stundenweise Übernahme der Aufsicht und Beschäftigung der zu pflegenden Person zu Hause
  • Unterstützung im Haushalt (putzen, waschen, bügeln, Müll entsorgen, abwaschen und alle sonstigen Dinge, die im Haushalt anfallen)
  • gelegentliche oder regelmäßige Einkäufe
  • Gesellschaft leisten: gemeinsame Gespräche, Gedächtnisübungen, basteln, Spiele (Kartenspiele, Brettspiele, Konzentrationsübungen), gemeinsamer Theater- oder Kinobesuch 

Kennzahlen

  • Von den 70- bis 79-Jährigen befürworten 40 % eine Putz- und Haushaltshilfe, 38 % eine Notrufzentrale und 28 % Einkaufsdienste (2002).
  • 40 % würden dafür zwischen 50 und 125 € im Monat ausgeben (2002).
  • 14 % der über 55-Jährigen nutzen die Dienste von Haushaltshilfen.

Erhebungshäufigkeit

jährlich

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

gemeinsam mit den Anbietern klären, ob sich eine Ausweitung des vorhandenen Angebotes lohnt und wie die Bekanntheit und Erreichbarkeit derartiger Dienste verbessert werden könnte