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Indikator 2.6
Mitgliedschaft in Vereinen, Organisationen, Parteien usw. ‚Äď Nutzerstrukturen

Mithilfe einer Seniorenbefragung zum Thema (politisches) Vereins- bzw. Verbandsengagement erh√§lt die Kommune konkrete Aussagen √ľber deren aktuelle und zuk√ľnftige Interessen und W√ľnsche im Hinblick auf direkte und indirekte Aktivit√§ten und Mitwirkung in Vereinen, Verb√§nden und Organisationen. Neben den Nutzerstrukturen, die es in diesem Zusammenhang zu ermitteln gilt, sollten zus√§tzlich Angaben zu Ort, Zeit und Umfang gegenw√§rtiger oder geplanter Mitgliedschaft(en) erhoben werden, um neue Angebote zu √ľberwiegend gew√ľnschten Tageszeiten und an geeigneten Veranstaltungsorten aufbauen zu k√∂nnen.
Mithilfe der Auswertung kann u. a. aufgezeigt werden, in welchen Stadtteilen sich die Nutzer, d. h. die Mitglieder, √ľberwiegend treffen bzw. engagieren. Daraus l√§sst sich ableiten, wo Vereinsangebote gerne angenommen werden und demnach ausreichend sind und in welchen Stadtteilen aus Sicht der Senioren ggf. weiterer Bedarf an zus√§tzlichen M√∂glichkeiten des Engagements besteht.
Dort, wo der Anteil √§lterer B√ľrger unter den Mitgliedern von Organisationen niedrig ist, sollte gemeinsam mit den Vertretern der Vereine √ľberlegt werden, wie mehr √§ltere Menschen gewonnen werden k√∂nnen. Denkbar w√§ren z. B. gezielte Werbeaktionen im Quartier oder eine aktivere √Ėffentlichkeitsarbeit. Zudem k√∂nnte √ľberlegt werden, inwieweit Senioren Starthilfen zur Gr√ľndung neuer, f√ľr sie interessanter Vereine und Organisationen in ihrem Stadtteil angeboten werden k√∂nnen.

bis Niedrige Mitgliederzahlen von Senioren und eine geringe Anzahl an aktiven Vereinsmitgliedern √ľber 60 Jahre sind Anzeichen daf√ľr, dass das Angebot an den W√ľnschen vorbeigeht.

bis Eine hohe Engagementquote und mehrfache individuelle Vereinst√§tigkeit von Senioren k√∂nnen auf ein hohes Interesse am Gemeinwohl hindeuten. Diese Menschen treten im Zuge der Ausweitung bzw. Anpassung der Angebote und Strukturen in den unterschiedlichen Organisationen in den Kommunen als Multiplikatoren auf, indem sie z. B. in ihrem pers√∂nlichen Umfeld andere zur Mitarbeit animieren.

bis Die Engagementbereitschaft hat in den letzten Jahren bei Frauen und M√§nnern z. B. im Bereich Kultur und Musik sowie im sozialen Bereich zugenommen. Abnehmend auf insgesamt niedrigem Niveau ist dagegen das Engagement im Gesundheitsbereich.

bis Die meisten √Ąlteren sind im Bereich ‚ÄěSport und Bewegung‚Äú aktiv, ein √§hnlich hohes Engagement ist im Bereich ‚ÄěFreizeit und Geselligkeit‚Äú zu verzeichnen. Im Bereich ‚ÄěKirche und Religion‚Äú sind verh√§ltnism√§√üig mehr √Ąltere √ľber 60 Jahre als J√ľngere b√ľrgerschaftlich engagiert.

bisDie bevorzugten Tageszeiten, zu denen die √§lteren B√ľrger ihren freiwilligen T√§tigkeiten nachgehen, sind die Abende oder die Nachmittage an Werktagen.

Mehr zu diesem Thema:

  • Statistisches Bundesamt (2013): Datenreport 2013, Teil I, Kap. 13: Demokratie und politische Partizipation, Bericht als PDF