Indikator 5.9 - Inanspruchnahme ambulanter Angebote

Zielbeschreibung

Neben der Erfassung der Inanspruchnahme ambulanter pflegerischer Versorgungsleistungen vonseiten der pflegebedürftigen Senioren geht es im ambulanten Sektor zukünftig vermehrt darum, welche weiteren sozialen (niedrigschwelligen) Angebote genutzt werden bzw. erwünscht sind.

In der Regel ist der Personenkreis, dem diese (pflege-)ergänzenden Unterstützungsangebote zugutekommen sollen, schwierig zu erreichen. Ein Hindernis sind Informationsdefizite aufseiten der potenziellen Nutzer. Außerdem gibt es Berührungsängste, Hilfe im Haushalt oder bei der zeitweisen Betreuung von Angehörigen – gegen Entgelt – durch fremde Personen anzunehmen.

Um zu erfahren, welche Dienstleistungswünsche existieren und welches die Gründe für die geringe Inanspruchnahme sind, ist eine genaue Betrachtung der Nutzerstruktur erforderlich.

Informationsquellen

Eigenerhebung

Einheit

-/-

Erhebungs­inhalte und/oder Berechnung

Eigenerhebung

stichprobenartige Nutzer-/Angehörigenbefragung (im Stadtteil):

medizinisch-pflegerische Versorgung:

  • Nutzerstruktur nach Alter, Geschlecht und ggf. Pflegestufe
  • Art und Inanspruchnahme von ambulanten Dienstleistungen nach Häufigkeit, Dauer, Intensität, Kosten
  • Zufriedenheit mit der Qualität der Dienstleistungen der Anbieter
  • Wünsche an die Anbieter (bis zur Identifizierung veränderter Bedarfe)
  • Zufriedenheit mit der ärztlichen Betreuung und Erreichbarkeit

(pflege-)ergänzende Angebote:

  • Nutzerstruktur nach Alter und Geschlecht
  • Häufigkeit der Inanspruchnahme (z. B. „täglich“, „1x wöchentlich“,
    „1x monatlich“)
  • Welche unterstützenden Dienstleistungen werden gewünscht bzw. fehlen im Stadtteil oder in der Kommune?
  • Wie viel geben die Nutzer dafür aus bzw. wie viel wären sie bereit zu zahlen (in € pro Monat)?

Kennzahlen

-/-

Erhebungs­häufigkeit

einmalig, dann nach Bedarf

Auswahl an Handlungs­möglichkeiten

  • in Zusammenarbeit mit Anbietern ambulanter Dienstleistungen Schaffung einer zugehenden Beratung, um spezielle Zielgruppen mit Hilfebedarf besser erreichen zu können