Indikator 5.6 - Häusliches Pflegepotenzial

Zielbeschreibung

Der Indikator hilft einzuschätzen, inwieweit ältere Menschen in ihrer Wohnumgebung durch Angehörige gepflegt werden (können) und ob Hilfe durch institutionelle Pflegeeinrichtungen benötigt wird: Ist die Quote der Inanspruchnahme von Pflegeleistungen vonseiten ambulant versorgter Empfänger hoch, deutet dies z. B. auf ein geringeres häusliches Pflegepotenzial hin.

Informationsquellen

  • Befragung ambulant versorgter älterer Menschen
  • Befragung der ambulanten Pflegedienste (Schätzung)
  • Pflege- und Krankenkassen

Einheit

Anzahl und Anteil in %

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Eigenerhebung

schriftliche Befragung:

  • Anzahl und Anteil der pflegenden Angehörigen in % (Frauen/Töchter)
  • Kinderzahl der über 55-jährigen Frauen
  • Berufstätigkeit der Frauen (Töchter) bis Frauenerwerbstätigkeit
  • Wohnungsnähe der Angehörigen
  • Bereitschaft der Angehörigen zu pflegen usw.
  • Grenzen der Fähigkeiten und Belastbarkeit der pflegenden Angehörigen

Kennzahlen

  • fast die Hälfte aller Pflegebedürftigen (1,3 Millionen) wurde 2011 allein von Angehörigen versorgt

Erhebungshäufigkeit

einmalig, dann nach Bedarf

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

  • zusammen mit den Anbietern Förderung des Ausbaus von Tagespflegeangeboten zur Entlastung der Pflegepersonen
  • Kommune als Arbeitgeber und Vorbild: Entwicklung von flexiblen Modellen zur Gestaltung der Arbeitszeit für Pflegepersonen