Zielbeschreibung
Der Indikator hilft einzuschätzen, inwieweit ältere Menschen in ihrer Wohnumgebung durch Angehörige gepflegt werden (können) und ob Hilfe durch institutionelle Pflegeeinrichtungen benötigt wird: Ist die Quote der Inanspruchnahme von Pflegeleistungen vonseiten ambulant versorgter Empfänger hoch, deutet dies z. B. auf ein geringeres häusliches Pflegepotenzial hin.
Informationsquellen
- Befragung ambulant versorgter älterer Menschen
- Befragung der ambulanten Pflegedienste (Schätzung)
- Pflege- und Krankenkassen
- Schneekloth/Wahl (Hrsg.): Möglichkeiten und Grenzen selbständiger Lebensführung in privaten Haushalten (MuG III)
Bericht als PDF (S. 55ff)
Einheit
Anzahl und Anteil in %
Erhebungsinhalte und/oder Berechnung
Eigenerhebung
schriftliche Befragung:
- Anzahl und Anteil der pflegenden Angehörigen in % (Frauen/Töchter)
- Kinderzahl der über 55-jährigen Frauen
- Berufstätigkeit der Frauen (Töchter)
Frauenerwerbstätigkeit - Wohnungsnähe der Angehörigen
- Bereitschaft der Angehörigen zu pflegen usw.
- Grenzen der Fähigkeiten und Belastbarkeit der pflegenden Angehörigen
Kennzahlen
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4,3 Mio. Erwachsene (5 % aller Männer und 8 % aller Frauen) versorgen Pflegebedürftige (2004).
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Der tägliche Zeitumfang für die Pflege Angehöriger beträgt 2,5 bis 3 Stunden.
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Die Hauptpflegeperson in 75 % aller Haushalte mit Pflegebedürftigen ist weiblich (2002).
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Die Hauptpflegeperson ist zu 60 % über 55 Jahre, zu 27 % zwischen 40 und 55 Jahren (2002).
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Die Hauptpflegeperson arbeitet zu 19 % in Vollzeit und zu 15 % in Teilzeit.
Erhebungshäufigkeit
einmalig, dann nach Bedarf
Auswahl an Handlungsmöglichkeiten
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zusammen mit den Anbietern Förderung des Ausbaus von Tagespflegeangeboten zur Entlastung der Pflegepersonen
- Kommune als Arbeitgeber und Vorbild: Entwicklung von flexiblen Modellen zur Gestaltung der Arbeitszeit für Pflegepersonen
