Indikator 5.1 - Gesundheitsförderung und Prävention

Zielbeschreibung

Bei diesem Indikator geht es um eine Bestandsaufnahme aller vorhandenen gesundheitsförderlichen und präventiven Angebote für ältere Menschen.

Die Gesundheitsförderung und -prävention gilt als imaginäre vierte Säule des Gesundheitswesens, welchem im Rahmen der Erhebung des Indikators Rechnung getragen wird. Durch eine bessere Aufklärung (z. B. Diabetes- bzw. Ernährungsberatung, Alzheimerinformation) und eine höhere Auslastung von präventiven Angeboten (z. B. Rückenschule, Wassergymnastik, Turnangebote, Wanderungen) kann die Bevölkerung gesünder altern. Dies führt zu einer höheren Lebenszufriedenheit und nicht zuletzt zu Einspareffekten für die Kommune.

Informationsquellen

  • Krankenkassen
  • Wohlfahrtsverbände, insbesondere paritätischer Dachverband
  • Gesundheitsämter
  • Selbsthilfegruppen aller Art (z. B. KISS) oder deren Dachverbände (z. B. Alzheimergesellschaft, Rheumaliga) 
  • Sportvereine (Stadtsportbund)

Einheit

Anzahl

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Bestandserhebung:

  • Anbieterbefragung

    - Inhalt, Trägerschaft

    - Zielgruppe(n), Nutzung und Auslastung nach Altersklassen und Geschlecht

    - Ort, Angebotszeiten

    - Finanzierung/Kosten

  • Nutzerbefragung

    - Differenzieren nach Alter, Geschlecht, Einzugsgebiet, Vermittlungsweg, Häufigkeit der Nutzung

Kennzahlen aus dem Deutschen Alterssurvey 2014

Anteil der Menschen mit guter funktionaler Gesundheit (=kaum körperliche Einschränkungen trotz Krankheit)

  • 60-65 Jahre: 63,7 %
  • 66-71 Jahre: 66,6 %
  • 72-77 Jahre: 54,0 %
  • 78-83 Jahre: 34,7 %

 

Anteil der Menschen mit zumindest leichten depressiven Symptomen

  • 60-65 Jahre: 31,6 %
  • 66-71 Jahre: 23,0 %
  • 72-77 Jahre: 31,6 %
  • 78-83 Jahre: 35,6 %

 

Anteil der Menschen, die mindestens 1x wöchentlich Sport treiben

  • 60-65 Jahre: 56,3 %
  • 66-71 Jahre: 57,4 %
  • 72-77 Jahre: 49,7 %
  • 78-83 Jahre: 38,6 %

 

Erhebungshäufigkeit

einmalig

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

  • Koordination und Förderung der Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen für Senioren, sowohl im Hinblick auf Prävention von Krankheiten als auch zur Gesundheitsförderung allgemein
  • verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für Angebote in den Stadtteilen