Zielbeschreibung
Bei diesem Indikator geht es um eine Bestandsaufnahme aller vorhandenen gesundheitsförderlichen und präventiven Angebote für ältere Menschen.
Die Gesundheitsförderung und -prävention gilt als imaginäre vierte Säule des Gesundheitswesens, welchem im Rahmen der Erhebung des Indikators Rechnung getragen wird. Durch eine bessere Aufklärung (z. B. Diabetes- bzw. Ernährungsberatung, Alzheimerinformation) und eine höhere Auslastung von präventiven Angeboten (z. B. Rückenschule, Wassergymnastik, Turnangebote, Wanderungen) kann die Bevölkerung gesünder altern. Dies führt zu einer höheren Lebenszufriedenheit und nicht zuletzt zu Einspareffekten für die Kommune.
Informationsquellen
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Krankenkassen
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Wohlfahrtsverbände, insbesondere Paritätischer Dachverband
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Gesundheitsämter
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potenzielle Anbieter wie Sportvereine, Selbsthilfegruppen usw.
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Sportvereine (Stadtsportbund)
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Selbsthilfegruppen aller Art (z. B. KISS)
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Alzheimergesellschaft, Rheumaliga usw.
Einheit
Anzahl
Erhebungsinhalte und/oder Berechnung
Bestandserhebung:
Erfassung aller gesundheitsförderlichen/präventiven Angebote:
- Art und Anzahl der Anbieter
- Inhalt, Trägerschaft
- Zielgruppe(n), Nutzung und Auslastung durch ältere Nutzer
nach Geschlecht
- Ort, Öffnungszeiten, Turnus
- Finanzierung/Kosten
- Bestandserhebung der Nutzerseite (Stichprobenbefragung der über 60- jährigen Bürger)
- Differenzieren nach Alter, Geschlecht, Einzugsgebiet,
Vermittlungsweg, Häufigkeit der Nutzung
Kennzahlen
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- 4,6 von 1.000 Rentnerinnen und 2 von 1.000 Rentnern haben an einem Kurs zur Primärprävention teilgenommen (2003).
- Es gibt ca. 70.000 bis 100.000 Selbsthilfegruppen, in denen 4,2 % der 60- bis 79-Jährigen engagiert sind (2005).
- 36 % der Frauen und 45 % der Männer über 70 Jahre schätzen ihren Gesundheitszustand als sehr gut/gut ein (2008).
- 18 % der Frauen bzw. 26 % der Männer über 70 Jahre sind mehrmals pro Woche körperlich aktiv bzw. treiben Sport (2008).
- 82 % der Frauen bzw. 41 % der Männer über 70 Jahre haben nie geraucht (2008).
Erhebungshäufigkeit
einmalig
Auswahl an Handlungsmöglichkeiten
- Koordination und Förderung der Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen für Senioren, sowohl im Hinblick auf Prävention von Krankheiten als auch zur Gesundheitsförderung allgemein
- verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für Angebote in den Stadtteilen
