Indikator 4.2 - Kulturelle Angebote

Zielbeschreibung

Die Enquete-Kommision „Kultur in Deutschland“ und der fünfte Altenbericht beschreiben eine kulturelle Angebotslücke bei steigendem Interesse für Ältere.

Aufgrund der unterschiedlichen Lebensstile, kulturellen Sozialisation, Bildungsbiografien, sozialen Herkunft und auch gesundheitlicher Bedingungen sollten die Angebote die unterschiedlichen In­teressen und Möglichkeiten berücksichtigen.

 

Kulturelle Kulturanbieter

Kulturelle Bildung findet heutzutage in unterschiedlichen Institutionen statt:

  • klassische Weiterbildungseinrichtungen (Volkshochschulen, kirchliche Bildungseinrichtungen)
  • Seniorenstudium (Hochschulen)
  • Kultureinrichtungen (Bibliotheken, Museen, Kulturvereine und private Initiativen für Entwicklung kultureller Bildungsangebote)
  • kulturpädagogische Einrichtungen
  • Einrichtungen der Altenarbeit und der Erwachsenenbildung
  • Seniorenheime

 

bis ältere Menschen sind heutzutage besser gebildet, sodass vielfältige und vermehrt anspruchsvolle Angebote geschaffen werden müssen

bis Für Ältere aus eher bildungs-und kulturfernen Kreisen gibt es bislang kaum ansprechende Angebote, sodass diese Zielgruppe kaum erreicht wird. Hierzu zählt auch die Gruppe der Migranten und speziell die Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse.

  • mögliche Handlungen: interkulturelle Handlungskonzepte, Beteiligung von Migrant/innen
  • mögliche Akteure: Organisation der Migrant/innen, Kunstschulen, Musikschulen, theater- und tanzpädagogische Einrichtungen, medienpädagogische Einrichtungen, Museen, Bibliotheken, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, kirchliche Träger, Kulturinstitute, Altenberatung

 

Informationsquellen

     

    Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

    Bestandserhebung: Angebotsanalyse

    stichwortartige Beschreibung:

    • Art und Anzahl der Anbieter
    • Art und Anzahl der Angebote (Thematik, Angebotsform und Turnus), z. B. Konzerte, Festivals, Ballett, Theater, Kino, Vorträge, Lesungen, Kunstausstellungen, Stadtführungen usw.

     

    Erhebungshäufigkeit

     jährlich

     

    Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

    • Analyse bestehender Angebote

    • Bedarf und Angebot (möglichst nach Befragung) klären, ob sich eine Ausweitung des vorhandenen Angebotes lohnt und wie die Bekanntheit und Erreichbarkeit derartiger Dienste verbessert werden könnte

    • Diesen Vergleich der bestehenden Angebote mit dem Bedarf, z. B. auch im Rahmen von seniorenpolitischen Workshops

      • Vernetzungsakteure: Bürgermeister/Landrat, Kulturanbieter (z. B. Musikschule, Museen, Bibliotheken), Beigeordnete, Dezernenten, Fachbereichsleiter, Kommunalpolitik, Volkshochschulen, ortsansässige Hochschulen/Akademien
      • hier auch Angebote vernetzen, koordinieren und evtl. neue Angebote schaffen

    • Vergünstigungen (z. B. für Bildungs-, Gesundheits-, Kultur-, Sport- oder Freizeitangebote)
    • Beratung zu Bildungsmöglichkeiten
    • Aktuelle aber auch ältere Kinofilme zu früheren Uhrzeiten zeigen
    • Exkursionen zu Museen oder Seniorenreisen mit dem Schwerpunkt Kultur
    • Musik- und Kulturgeschichte
    • künstlerisch-kreative Angebote (Zeichnen, Malen, Theaterarbeit, Tanz Medienpraxis, musikalische Arbeit, Literaturkreise, Chor etc.)
    • Spezialthemen (z. B. Kultur und Demenz)
    • traditionelle Seniorentreffen (Spielenachmittage, Tanzen, Feste, Vorträge mit Diskussion) 
    • aufsu­chende Angebote (zum Beispiel „Kino auf Rädern“, „Museum im Koffer“, „Oper im Altenheim“)

     

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