Indikator 3.9 - Zufriedenheit mit Wohnsituation und Wohnumfeld

Zielbeschreibung

Objektiv messbare Kriterien der Wohnsituation allein erlauben der Kommune keine umfassende Aussage über die Lebensqualität in den Stadtteilen. Diese ist eine Frage des Verhältnisses zwischen objektiven Kriterien und persönlichen Ansprüchen des einzelnen Einwohners, wobei eine Vielzahl von Kriterien einzubeziehen ist.

Um ihrer Aufgabe – Sicherung einer bedarfsgerechten Wohnungsversorgung – gerecht werden zu können, benötigen die Kommunen fundierte Kenntnisse über die Wünsche und Bedürfnisse der zunehmend älter werdenden Bürger. Von besonderem Interesse sind dabei deren Bedarfe hinsichtlich alternativer Wohnformen, Barrierefreiheit und Hilfsmaßnahmen. Dieser Indikator soll eine Orientierung bei der Erhebung dieser Kriterien geben.

Informationsquellen

Befragung einer Stichprobe

Einheit

-/-

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Befragung einer Stichprobe:

erlebte Zufriedenheit mit Wohnung/Stadtteil, allgemein oder speziell:

  • Zufriedenheit mit Angeboten im Umfeld bzw. im Stadtteil: z. B. Versorgungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Erholungsräume/Grünanlagen, Sauberkeit, Infrastruktur (z. B. als Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ÖPNV-Benutzer)
  • erlebte Verbundenheit mit Wohnung/Stadtteil als Indikator für Identität/Heimatgefühl (allg. Einschätzung)
  • erlebte Übereinstimmung von Wohnbedingungen und Wohnbedürfnissen innerhalb und außerhalb der Wohnung

bis Auswertung: stichwortartig, Mittelwert und Standardabweichung

Kennzahlen

  • 80 % der Senioren möchten den Lebensabend in der eigenen Wohnung verbringen, 15 % wünschen sich eine Wohngemeinschaft mit Freunden oder Bekannten und 6% möchten eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung in einer Alters- oder Pflegeeinrichtung (2012)

Erhebungshäufigkeit

einmalig

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

  • in Zusammenarbeit mit Wohnungsgesellschaften Ausbau einer senio­rengerechten Gestaltung des Wohnumfelds
  • Förderung von Nachbarschaftstreffs und dergleichen