Zielbeschreibung
Eine aktuelle Bewertung des Wohnungsmarktes hinsichtlich Angebot und Nachfrage liefert der Kommune Hinweise darauf, welche Steuerungsmaßnahmen notwendig sind (z. B. Soziale Wohnungsbauförderung). Die Anzahl der Wohnungssuchenden in einem bestimmten Quartier liefert Hinweise auf die Beliebtheit eines Stadtteils und damit auch auf seine Lebensqualität. Ein übermäßiger Leerstand kann neben einem mengenmäßigen Überhang an freiem Wohnraum ein Indiz dafür sein, dass das Verhältnis zwischen der Qualität des Wohnumfeldes und den Bedürfnissen der Nachfrager nicht stimmt. Als Kriterien spielen u. a. Lage, Mietpreis, Größe und Ausstattung eine Rolle.
Informationsquellen
- Kommune
- Energieversorger
- Wohnungsbaugesellschaften
- Befragung von Vermietern (über Verband)
- Auswertung von Zeitungsannoncen
Einheit
Anzahl und Anteil in %
Erhebungsinhalte und/oder Berechnung
stichwortartige Beschreibung des Wohnungsmarktes unter Berücksichtigung folgender Punkte:
- Wohnungsleerstand (Kriterium: seit mind. 3 Monaten von Energieversorgern [Wasser] abgemeldet) pf Anzahl und Anteil am Gesamtbestand (Wohnungsleerstandsquote), Art/Größe der leerstehenden Wohnungen
- Anzahl der Wohnungssuchenden im Verhältnis zum Angebot
- Auswertung von Zeitungsannoncen (Zählung, gesondert nach Stadtteilen)
- Anzahl der Fort- und Zuzüge (vgl. 1.11 E)
Kennzahlen
- Bundesweit sind derzeit keine repräsentativen, verlässlichen Daten zum Wohnungsleerstand verfügbar.
Erhebungshäufigkeit
einmalig, dann nach Bedarf
Auswahl an Handlungsmöglichkeiten
- Aufbau eines kontinuierlichen Monitorings, um vorsorglich Maßnahmen und Handlungsleitlinien gegen eventuell anwachsende Leerstände zu treffen
- konstruktiver Dialog mit der Wohnungswirtschaft, d. h. Austausch von Informationen und Strategien zur Erhaltung und Verbesserung der Qualität des Wohnstandortes
