Indikator 3.11 E - Sicherheit – Präventive Maßnahmen und subjektive Sicherheit

Zielbeschreibung

Ein wesentlicher Aspekt von Lebensqualität ist die subjektiv empfundene Sicherheit, also die Freiheit von Angst vor Angriffen auf die eigene Person oder Eigentum – sowohl in den „eigenen vier Wänden“ als auch bei Aktivitäten außer Haus. Subjektiv empfundene Sicherheit und Stadtteilcharakteristik erlauben noch keine Rückschlüsse auf etwaige Problembereiche, weshalb zusätzlich objektive Daten wie die der Kriminalitätsstatistik usw. hinzugezogen werden müssen.

Bei diesem Indikator geht es zum einen um eine Bestandsaufnahme von Aktivitäten zur (Kriminal-)Prävention seitens der Polizei und der Beratungsstellen sowie von Sicherheitsstrukturen (Alarmsysteme), außerdem werden die Inhalte der Kriminalstatistik betrachtet.

Zum anderen geht es um das empfundene Sicherheitsgefühl der Bürger, welches sich z. B. in der Motivation, Aktivitäten auch außer Haus nachzugehen, widerspiegelt.

Informationsquellen

Einheit

Anzahl und Anteile in %

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

a) Auswertung der örtlichen Kriminalstatistik nach Anzahl und Anteil in den Stadtteilen, wenn möglich differenziert nach Art der Vergehen/ Verbrechen und Alter der Opfer

b) Befragung einer Stichprobe zur subjektiven Sicherheit:

  • Gewohnheiten im Bereich „Aktivitäten außer Haus“
  • Informationsveranstaltungen der Polizei

stichwortartige Beschreibung der Situation hinsichtlich:

  • Alarm- und Notrufsysteme (außerhalb von Wohnungen)
  • Präsenz von Polizei
  • Modelle wie „Wachsamer Nachbar“, „Schwarze Sheriffs“

Kennzahlen

  • 39 % der Senioren haben Angst vor Kriminalität – 24 % gesamt (2005).
  • 70 % im Westen bzw. 55 % im Osten sind mit der Kriminalitätsbekämpfung zufrieden.
  • Das Risiko, Opfer eines Handtaschenraubes zu werden, ist bei Seniorinnen am höchsten; knapp ein Fünftel aller Mordopfer sind Senioren (2009).
  • Die Opferzahlen der Senioren (5 %, 2009) liegen bei Gewaltkriminalität deutlich unter denen anderer Altersgruppen. 

Erhebungshäufigkeit

  • jährlich
  • einmalig, dann nach Bedarf

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

  • Ausbau kriminalpräventiver Maßnahmen für Senioren z. B. in Zusammenarbeit mit der Polizei (zur Sicherheit in und außerhalb der Wohnung)
  • bessere Beleuchtung von Parkanlagen/öffentlichen Plätzen, an denen sich Senioren unsicher fühlen