Zielbeschreibung
Objektiv messbare Kriterien der Wohnsituation allein erlauben der Kommune keine umfassende Aussage über die Lebensqualität in den Stadtteilen. Diese ist eine Frage des Verhältnisses zwischen objektiven Kriterien und persönlichen Ansprüchen des einzelnen Einwohners, wobei eine Vielzahl von Kriterien einzubeziehen ist.
Um ihrer Aufgabe – Sicherung einer bedarfsgerechten Wohnungsversorgung – gerecht werden zu können, benötigen die Kommunen fundierte Kenntnisse über die Wünsche und Bedürfnisse der zunehmend älter werdenden Bürger. Von besonderem Interesse sind dabei deren Bedarfe hinsichtlich alternativer Wohnformen, Barrierefreiheit und Hilfsmaßnahmen. Dieser Indikator soll eine Orientierung bei der Erhebung dieser Kriterien geben.
Informationsquellen
Befragung einer Stichprobe
Einheit
-/-
Erhebungsinhalte und/oder Berechnung
Befragung einer Stichprobe:
erlebte Zufriedenheit mit Wohnung/Stadtteil, allgemein oder speziell:
-
Zufriedenheit mit Angeboten im Umfeld bzw. im Stadtteil: z. B. Versorgungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Erholungsräume/Grünanlagen, Sauberkeit, Infrastruktur (z. B. als Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ÖPNV-Benutzer)
-
erlebte Verbundenheit mit Wohnung/Stadtteil als Indikator für Identität/Heimatgefühl (allg. Einschätzung)
-
erlebte Übereinstimmung von Wohnbedingungen und Wohnbedürfnissen innerhalb und außerhalb der Wohnung
Auswertung: stichwortartig, Mittelwert und Standardabweichung
Kennzahlen
- 80 % der Senioren möchten Lebensabend in der eigenen Wohnung verbringen, 15 % wünschen sich spezielle altersgerechte Wohnform (2005).
- 51 % der Senioren sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden (2005).
Erhebungshäufigkeit
einmalig
Auswahl an Handlungsmöglichkeiten
-
in Zusammenarbeit mit Wohnungsgesellschaften Ausbau einer seniorengerechten Gestaltung des Wohnumfelds
- Förderung von Nachbarschaftstreffs und dergleichen
