Indikator 2.5 - Generationenübergreifende Projekte

Zielbeschreibung

Bei diesem Indikator geht es um die Erfassung von generationenübergreifenden Angeboten bzw. Projekten, was besonders vor dem Hintergrund der „Generationensolidarität“ von Bedeutung ist.

Bei generationenübergreifenden Vorhaben geht es darum, gezielt Akteure verschiedener Generationen zusammenzuführen, die in keiner familiären Beziehung zueinander stehen.

Mit der Förderung der Potenziale und der Etablierung intergenerativer Projekte wird nachhaltig zur Gewinnung bürgerschaftlichen Engagements aller Altersgruppen beigetragen. Junge Menschen werden an freiwillige generationenübergreifende Arbeit herangeführt und das Miteinander der Generationen weiterentwickelt.

 

Informationsquellen

  • Eigenerhebung
  • Kommunen
  • Pflegeeinrichtungen
  • Altenhilfeeinrichtungen
  • Schulen
  • Kindergärten
  • Weiterbildungseinrichtungen
  • Beratungsstellen

 

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Angebotsanalyse:

  • Welche Anbieter gibt es vor Ort?
  • Welche intergenerativen Projekte werden angeboten?
  • Welche Inhalte und Ziele verfolgen diese Projekte?
  • An welche konkrete (Alters-)Zielgruppe richten sich die Angebote?
  • Wie häufig finden die Angebote statt?
  • Wie viele Teilnehmer/innen sind dabei beteiligt (unter 20 Jahre und über 60 Jahre) (Schätzungen sind möglich)

 

Erhebungshäufigkeit

einmalig, dann jährlich aktualisieren

 

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

  • Analyse bestehender Angebote
  • Erarbeitung neuer Ideen, z. B. auch im Rahmen von seniorenpolitischen Workshops
  • Realisierung innovativer seniorenpolitischer Maßnahmen
  • gemeinsame aktive Freizeitgestaltung, z. B. Schüler kochen mit Senioren, „Patengroßeltern“ kümmern sich um ein „Enkel-Pflege-Kind“
  • gemeinsame passive Freizeitgestaltung, z. B. Chorvorführung einer Grundschule im Altenheim, Schüler bereiten die Weihnachtsfeier im Altenheim vor
  • Lernaktivitäten, z. B. Computerunterricht von Kindern für Senioren, Senioren unterrichten Kinder im Dialekt der Region, Alt und Jung lernen miteinander, aber auch voneinander
  • Berufseinstiegsprojekte, z. B. Senioren beraten Auszubildende
  • Wohnprojekte, z. B. Alt und Jung leben in einem Haus, aktive Nachbarschaftshilfen
  • Themenbezogene intergenerative Projekte, z. B. Schüler diskutieren mit Senioren über Themen wie „Technik früher und heute“ usw.
  • Zeitzeugenprojekte, z. B. Stadtrundgang von jüdischem Mitbürger für Schüler
  • Hilfsprojekte, z. B. Hausaufgabenhilfe von Senioren für Schüler, Schüler ermöglichen den Altenheimbewohnern Ausflüge
  • kulturelle Projekte, z. B. Schüler organisieren mit Senioren eine Fotoausstellung, gemeinsamer Museumsbesuch von Alt und Jung
  • Theaterprojekte
  • Gewaltpräventionsprojekte, z. B. Schulbusbegleitung durch Senioren
  • politische Projekte, z. B. Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Generationensolidarität“
  • Sportprojekte

 

Mögliche Kooperationspartner sind:

  • Seniorenzentren und Altenheime
  • Schulen und Berufskollegs
  • Einrichtungen der Kirchengemeinden
  • Kindertagesstätten/Kindergärten
  • Wohlfahrtsverbände, insbesondere deren Bildungseinrichtungen
  • Träger der offenen Jugend- oder Altenarbeit
  • Wohnungsbaugenossenschaften und Mietervereine
  • Stiftungen wie z. B. Stadtstiftungen
  • Senioren- und Ausländerbeiräte der Kommunen
  • Jugend- und Sozialämter
  • Kinderschutzbund
  • Museen
  • Seniorenakademien und andere Bildungseinrichtungen, z. B. der Wohlfahrtsverbände
  • Fachhochschulen, Hochschulen oder Universitäten

 

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