Indikator 2.4 - Beratungs- und Informationsstrukturen

Zielbeschreibung

Dieser Indikator liefert einen Überblick über das örtliche Informations- und Beratungsangebot. Dieses sollte für potenzielle Nutzer verfügbar und transparent sein. Inhaltlich geht es um Informationen zu den Themen Wohnen, Bildung, Pflege, bürgerschaftliches Engagement sowie Verbraucher- und Schuldnerberatung. Ein gutes Informations- und Beratungsangebot ist Grundlage für eine erfolgreiche Hilfe zur Selbsthilfe und kann somit zum eigenständigen Leben der Bürger beitragen.

Besonderheiten

Mithilfe einer guten Beratung können indirekt auch entstehende Kosten für die Kommune eingespart bzw. hinausgezögert werden.

Informationsquellen

  • Eigenerhebung
  • Kommune/Kreis

  • Informations- und Beratungsstellen unterschiedlicher Trägerschaft

  • Pflegekassen (z. B. als Kostenträger für Wohnraumanpassung)

  • Kirchengemeinden/andere Anbietergruppen/Initiativen

  • örtliche Krankenkassen

Einheit

Anzahl

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Eigenerhebung unter den örtlichen Anbietern (per Fragebogen oder per telefonischer Befragung)

stichwortartige Beschreibung der Angebotsstrukturen:

  • Trägerschaft der Beratungsstelle bis interessenunabhängige Beratung?
  • Organisation: Handelt es sich um eine „zugehende Beratung“ (Beratung kommt ins Haus) oder um Beratungsstelle mit Büro und Öffnungszeiten?
  • Übernehmen Senioren Beratertätigkeiten?
  • Anlaufstelle für seniorenspezifische/übergreifende Fragestellungen?
  • Kooperation und Koordination der Anbieter (Strukturen, Netzwerke): Wie sind die „Berater“ mit den relevanten Akteuren/Institutionen vernetzt?
  • Wie aktuell sind die Informationen und wer ist dafür zuständig?
  • Öffentlichkeitsarbeit/Mediennutzung (Transparenz des Angebotes)

Kennzahlen

  • 39 % der freiwillig Engagierten über 60 Jahre kennen keine Beratungsstellen
  • in Deutschland gibt es über 500 Freiwilligenagenturen
  • in Deutschland gibt es über 300 Seniorenbüros mit mehr als 28.000 freiwillig Aktiven

Erhebungshäufigkeit

einmalig, dann mindestens jährlich aktualisieren

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

  • Öffentlichkeitsarbeit vorhandener Beratungsstellen erweitern, insbesondere über Pressearbeit
  • Bereitstellung eines zentralen, gut erreichbaren Ortes