Indikator 2.3 - Politische Partizipation

Zielbeschreibung

Seniorenbeirat:

Politische Partizipation ist ein Mittel der Bürger, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen, was ein Grundprinzip demokratischer Gesellschaften ist. Eine Möglichkeit hierfür stellt die Einrichtung von Seniorenvertretungen/Seniorenbeiräten oder vergleichbaren politischen Gremien dar, welche die Interessenvertretung für Senioren in der Gemeinde sind.

Wahlbeteiligung:

Die Wahlbeteiligung liefert Informationen über die Beteiligung älterer Bürger an politischen Entscheidungsprozessen in der Kommune. Die Senioren sind aufgrund ihrer steigenden Anzahl für alle Parteien zu einer beachtenswerten und entscheidenden Zielgruppe geworden. Ein hohes Wählerinteresse verdeutlicht die Wichtigkeit der politischen Einflussnahme für Senioren.

Informationsquellen

  • Kommune
  • Städtische Landesämter
  • Statistisches Bundesamt
  • Bundeswahlleiter (Repräsentative Ergebnisse der Männer und Frauen nach Altersgruppen)
  • örtliche Parteien

Einheit

-/-

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Seniorenbeirat:

stichwortartige Beschreibung der Situation:

  • Gibt es z. B. einen Seniorenbeirat und wie setzt sich dieser zusammen?
  • Wie ist dieser organisiert?

    - berufene oder gewählte Mitglieder?

    - Häufigkeit der Treffen?

    - Möglichkeiten der politischen Beteiligung?

    - Gibt es eine Satzung? 

    - Welche Themen werden bearbeitet?

    - Gibt es eine Internetseite?

Wahlbeteiligung:

  • Wählerverhalten/Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen, Landtags- und Bundestagswahlen
  • nach Altersstruktur und Geschlecht
  • Veränderungen gegenüber früheren Jahren
  • Befragung örtlicher Parteien über Anzahl/Anteile von Senioren bei öffentlichen politischen Veranstaltungen
  • örtliche Zusammensetzung der (aktiven) Parteimitglieder

Kennzahlen

  • 2,3 % aller Wahlberechtigten sind Mitglied in einer der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien.
  • in über 1200 (Nov. 2016/TU Dortmund) Kommunen gibt es Seniorenbeiräte

Wahlbeteiligung 2013:

2013 stieg die Wahlbeteiligung verglichen mit 2009 wieder leicht an, von 71,4 Prozent auf nun 72,4 Prozent.
Die Wahlbeteiligung ist allgemein umso höher, je älter die Altersgruppe ist. Laut der repräsentativen Wahlstatistik hatte die Altersgruppe der 60- bis unter 70-Jährigen mit 79,8 Prozent die höchste Wahlbeteiligung, gefolgt von den 50- bis unter 60-Jährigen mit 75,5 Prozent. Bei den 21- bis unter 25-Jährigen war die Wahlbeteiligung am niedrigsten (60,3 Prozent). Auch bei den 25- bis unter 30-Jährigen (62,4 Prozent) und den unter 21-Jährigen (64,2 Prozent) lag die Wahlbeteiligung deutlich unter dem Durchschnitt.

  • Alle Altersklassen: 72,4 %
  • 60-69 Jahre: 79.8 %

 

Quelle: https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/bundestagswahlen/205686/wahlbeteiligung-nach-altersgruppen

Erhebungshäufigkeit

einmalig, dann nach Bedarf/Wahljahren aktualisieren

Auswahl an Handlungs­möglichkeiten

  • wenn kein Seniorenbeirat o. Ä. existiert: Interesse an einer derartigen Institution sowohl im Stadtrat als auch unter den älteren Bürgern erfragen
  • potenzielle Kandidaten ansprechen
  • die Gemeinde sollte dieses Potenzial an aktiven älteren Bürgern nutzen und sie verstärkt an kommunalen Entscheidungen beteiligen