Zielbeschreibung
Haushaltsgrößen geben Auskunft über Möglichkeiten für Sozialkontakte sowie informelle Hilfspotenziale. Eine hohe Anzahl an Ein- und Zweipersonenhaushalten unter der älteren Wohnbevölkerung weist z. B. auf die mögliche Gefahr der Vereinsamung sowie auf etwaigen Bedarf an informellen (Freunde und Bekannte) wie professionellen Hilfeleistungen hin. Die Zunahme von Einpersonenhaushalten ist ein Indiz für die fortschreitende Singularisierung des Alters. Insbesondere hochaltrige, verwitwete Frauen leben vielfach in Single-Haushalten.
Informationsquellen
- Kommune
Einwohnermeldeamt - Daten der Wohnungsbaugesellschaften
- Bürgerbefragung
- Statistisches Landesamt
- Statistisches Bundesamt z.B. 12211-0202 Bevölkerung in Privathaushalten: Deutschland, Jahre, Haushaltsgröße, Geschlecht, Altersgruppen
Einheit
Anzahl und Anteil in %
Erhebungsinhalte und/oder Berechnung
- Anzahl der Ein-, Zwei- und Mehrpersonenhaushalte nach Alter (des Haushaltsvorstandes über 60 Jahre), Geschlecht und ggf. Personen nicht-deutscher Herkunft
- oder: Anzahl der Personen (1, 2, 3, 4 und mehr Personen), die im Haushalt leben
- Einpersonenhaushalte / Anzahl der Gesamthaushalte x 100 = Anteil in %
Hinweis: Wie viele ältere Menschen auf die unterschiedlichen Haushaltsgrößen entfallen, ist statistisch schwer zu erfassen. Einen Anhaltspunkt bieten Angaben zum Familienstand der 60-Jährigen und Älteren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Senioren, die z. B. verwitwet, geschieden oder ledig sind, nicht automatisch auch in einem Einpersonenhaushalt leben.
Kennzahlen
Alleinwohnend in % der Altersgruppe (2009):
65–75 Jahre: 10 % Männer, 20 % Frauen
75–85 Jahre: 6 % Männer, 20 % Frauen
über 85 Jahre: 2 % Männer, 9 % Frauen
Erhebungshäufigkeit
einmalig, dann alle 5 Jahre aktualisieren
Auswahl an Handlungsmöglichkeiten
in Quartieren mit hohem Anteil älterer Alleinwohnender Umfang an aktivierenden und unterstützenden Angeboten überprüfen
