Indikator 1.3 - Menschen mit Migrationshintergrund

Zielbeschreibung

Die Bevölkerungsentwicklung der Menschen mit Migrationshintergrund gibt Aufschluss darüber, inwieweit sie Einfluss auf den demografischen Wandel in der Kommune nehmen. Ferner ist sie ein Indikator für das soziale Klima der Stadt und in den Stadtteilen.
In den nächsten Jahren wird insbesondere die Zahl älterer Menschen mit Migrationshintergrund deutlich zunehmen. Folgende Punkte spielen bei der Betrachtung der Menschen mit Migrationshintergrund eine Rolle:

  • aus gesundheitlichen Gründen häufig früheres Ausscheiden aus dem Erwerbsleben
  • früher und stärker vom Risiko der Pflegebedürftigkeit betroffen
  • Veränderung der familiären Strukturen, was Konsequenzen für die professionelle pflegerische Versorgung hat
  • Differenzierung nach Herkunftsländern (z. B. Türkei, Italien, Griechenland, ehem. GUS-Staaten), um religiöse und kulturelle Unterschiede berücksichtigen zu können

Informationsquellen

Einheit

absolute Anzahl und Anteil in %

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

aktuelle Zahlen und als Vergleichszahl z. B. Wert im Jahr 2005:

  • Ausländer / Gesamtbevölkerung x 100
  • Ausländer über 60 / Gesamtbevölkerung über 60 x 100

bis wenn möglich differenziert nach Geschlecht und Herkunft

Kennzahlen

Deutschland 2013:

  • Ausländeranteil: 9,5 % (7,6 Mio.)
  • Anteil Ausländer über 65 an allen Ausländern: 10,1%
  • Zunahme: 2006 bis 2013: +13,1%

Erhebungshäufigkeit

jährlich

Auswahl an Handlungsmöglichkeiten

  • Entwicklung kultursensibler Versorgungskonzepte
  • Informationen über das örtliche Altenhilfeangebot (in Heimatsprache)
  • Befragung der Bereitschaft zur Nutzung von Pflegearrangements
  • Konzeptentwicklung mit Trägern ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen und entsprechende Weiterqualifizierung der Mitarbeiter/innen.
  • Einschätzung des Integrationsgrades ethnischer Minderheiten (bis Zusammenarbeit mit Kulturvereinen)