Zielbeschreibung
Die Bevölkerungsentwicklung der Menschen mit Migrationshintergrund gibt Aufschluss darüber, inwieweit sie Einfluss auf den demografischen Wandel in der Kommune nehmen. Ferner ist sie ein Indikator für das soziale Klima der Stadt und in den Stadtteilen.
In den nächsten Jahren wird insbesondere die Zahl älterer Menschen mit Migrationshintergrund deutlich zunehmen. Folgende Punkte spielen bei der Betrachtung der Menschen mit Migrationshintergrund eine Rolle:
- aus gesundheitlichen Gründen häufig früheres Ausscheiden aus dem Erwerbsleben
- früher und stärker vom Risiko der Pflegebedürftigkeit betroffen
- Veränderung der familiären Strukturen, was Konsequenzen für die professionelle pflegerische Versorgung hat
- Differenzierung nach Herkunftsländern (z. B. Türkei, Italien, Griechenland, ehem. GUS-Staaten), um religiöse und kulturelle Unterschiede berücksichtigen zu können
Informationsquellen
- Kommune
Einwohnermeldeamt - Statistische Landesämter
- Bundesbeauftragte für Ausländer (z.B. Publikationen
8. Lagebericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland) - Bundesverwaltungsamt (Aussiedlerstatistik) (Ausländerzentralregister)
- GENESIS-Online regional Bevölkerungsstand nach Alter, Geschlecht und Nationalität (Statistik 12411; Tabelle 173-41-x)
- Mikrozensus (
erst seit 2005 erheben die Statistischen Landesämter und das Bundesamt Daten zu Personen mit Migrationshintergrund)
Einheit
absolute Anzahl und Anteil in %
Erhebungsinhalte und/oder Berechnung
aktuelle Zahlen und als Vergleichszahl z. B. Wert im Jahr 2000:
- Ausländer / Gesamtbevölkerung x 100
- Ausländer über 60 / Gesamtbevölkerung über 60 x 100
wenn möglich differenziert nach Geschlecht und Herkunft
Kennzahlen
Deutschland 2009:
- Ausländeranteil: 8,7 % (7,1 Mio.)
- Ausländeranteil über 65 an allen über 65: 4,9 %
- Anteil Ausländer über 65 an allen Ausländern: 14,6 % (
) - Zunahme: 1995
2009: +186 %
Erhebungshäufigkeit
jährlich
Auswahl an Handlungsmöglichkeiten
- Entwicklung kultursensibler Versorgungskonzepte
- Informationen über das örtliche Altenhilfeangebot (in Heimatsprache)
- Befragung der Bereitschaft zur Nutzung von Pflegearrangements
- Konzeptentwicklung mit Trägern ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen und entsprechende Weiterqualifizierung der Mitarbeiter/innen.
- Einschätzung des Integrationsgrades ethnischer Minderheiten (
Zusammenarbeit mit Kulturvereinen)
