Indikator 1.1 - Bevölkerungsbestand in der Kommune/in den Stadtteilen – Gesamteinwohnerzahl und Einwohner nach Altersgruppen – Altenquotient

Ziel­beschreibung

Die Ergebnisse zur demographischen Struktur der Gesamtbevölkerung sind zentral für die kommunale Stadtplanung und -entwicklung. Die Werte sind Grundlage zur Berechnung weiterer Bestands- und Bedarfswerte und Voraussetzung für die kommunale Seniorenplanung. Die Gesamteinwohnerzahl ist Grundlage zur Berechnung weiterer Indikatoren. Aus Bevölkerungsprognosen kann die künftige Entwicklung der Stadt abgeleitet werden. Der Indikator gibt Aufschluss über die derzeitige Altersverteilung und Geschlechterstruktur in den Stadtteilen. Für die Altenplanung sind folgende Zielgruppen besonders relevant:

  • Frauen 55–59 J.: Berufstätigkeit, häusliches Pflegepotenzial
  • Frauen/Männer 60–69 J.: Potenzial für freiwilliges bürgerschaftliches Engagement, sehr mobil
  • Frauen/Männer 70–79 J.: Potenzial für freiwilliges bürgerschaftliches Engagement, klassische und neue Angebote der Altenhilfe
  • Frauen/Männer über 80 J.: Prozentuale Zunahme der Pflegebedürftigkeit im Stadtteil ist für alle Wohn-, Service-, Pflege- und Hilfsangebote von Interesse.

Der Altenquotient gibt das Verhältnis der Bevölkerung im Rentenalter zur Bevölkerung im Erwerbsleben an.

Informationsquellen

  • Kommune bis Einwohnermeldeamt
  • Statistische Landesämter
  • Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (Pfad: Raumbeobachtung bis Interaktive Regionalprofile bis zur Erstellung eines Regionalprofils kann eine Standardzusammenstellung von 30 Indikatoren ausgegeben oder eine eigene Zusammenstellung von mindestens 10 bis zu 30 Indikatoren verschiedener Themenbereiche ausgewählt werden, wobei insgesamt 57 Indikatoren zur Auswahl stehen.)
  • www.wegweiser-kommune.de
  • GENESIS-Online regional
    - Bevölkerungsstand: Bevölkerung nach Geschlecht und Altersgruppen (Statistik 12411; Tabelle 173-21-x)
    - Erwerbstätige nach Wirtschaftszweigen (Statistik 13311; Tabelle 638-51-x)
  • Agentur für Arbeit (Pfad: Statistik nach Regionen bis Bund, Länder und Kreise)

Einheit

absolute Anzahl und Anteile in %

Erhebungsinhalte und/oder Berechnung

Ermittlung der absoluten Zahlen und prozentualen Anteile differenziert nach Geschlecht und Altersgruppen in den Stadtteilen. Die o. g. Altersaufteilung ist nur eine Empfehlung.

Anzahl 55- bis 59-jährige Frauen [Männer] / Gesamtbevölkerung
Anzahl 60- bis 69-jährige Frauen [Männer] / Gesamtbevölkerung
Anzahl 70- bis 79-jährige Frauen [Männer] / Gesamtbevölkerung
Anzahl über 80-jährige Frauen [Männer] / Gesamtbevölkerung
bis jeweils multipliziert mit Faktor 100

(Personen größer gleich 60 Jahren)/Personen im erwerbsfähigen Alter x 100 = Altenquotient [AQ]

Die aktuelleren Zahlen der Einwohnermeldeämter sind denen der Statistischen Landesämter vorzuziehen. Ausschlaggebend ist der Erstwohnsitz (= Lebensmittelpunkt der Bevölkerung).

Kennzahlen

jeweils Anteil an Gesamtbevölkerung:

Deutschland 2009                      Deutschland 2013

60–80 Jahre: 20,8 %                  60–80 Jahre: 21,7 %                   

80 Jahre und älter: 5,1 %           80 Jahre und älter: 5,4 %

Altenquotient (AQ) (65 Jahre und älter) (2012): 33,9 %

Erhebungs­häufigkeit

jährlich

Auswahl an Handlungs­möglichkeiten

  • Ergebnisse des Indikators im Grunde als Basis für alle weiteren Maßnahmen und Planungsprozesse relevant!