II. SoSe – Planungshilfe für ein seniorenpolitisches Konzept

Die Sozialplanung für Senioren ist eine thematisch gegliederte Aufstellung von Indikatoren zur Beschreibung von Lebens- und Bedarfslagen. Bei den Indikatoren war neben ihrer Relevanz die Zugänglichkeit der benötigten Daten ein wichtiges Kriterium. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann und soll nicht erhoben werden.

Eine umfassende Sozialplanung für Senioren ist eine sehr arbeitsintensive Tätigkeit. Für die Erarbeitung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes sind geeignete personelle und auch finanzielle Ressourcen notwendig, die auf kommunaler Ebene oft nicht vorhanden ist. Dies ist eine wesentliche Erkenntnis aus unseren langjährigen Erfahrungen mit kommunaler Seniorenpolitik und vor allem kleine und mittelgroße Kommunen stehen oft vor den Herausforderungen seniorenpolitische Konzepte zu erarbeiten.

Externe Unterstützung

Hilfreiche Unterstützung von der Datenermittlung zu den Lebenslagen Älterer bis zum fertigen Altenhilfekonzept können hier auch qualifizierte Institute liefern. Die folgenden Institutionen sind Beispiele, die Full-Service-Lösungen anbieten und weitere geeignete Institutionen können hier bis zum 1. März 2020 gern ergänzt werden:

Das Soko Institut arbeitet praxisorientiert nach folgendem Full-Service-Konzept:

  1. Analyse der vorhandenen seniorenpolitischen Angebote
  2. Repräsentative Befragung Älterer nach ihren Lebenslagen
  3. Abgleich der Bedürfnisse älterer Menschen mit den vorhandenen Angeboten und daraus resultierende Themenvorschlägen durch das Soko Institut an die Kommune
  4. Themenpriorisierung im Rahmen von Workshops mit kommunalen Akteuren und Älteren
  5. Konzeptvorschlag des Soko Institutes an die Kommune

Nach einem ähnlichen Konzept arbeitet auch die Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung.

Aber auch Universitäten, Hochschulen oder Fachhochschulen können hier mit ihrer wissenschaftlichen Vorgehensweise hilfreich sein, wobei immer auf die praktische Anwendung der erhobenen Daten und Konzepte geachtet werden sollte. Für kommunale Akteure sind mehrere Hundert Seiten umfassende Werke neben der Tagesarbeit oft wenig hilfreich!