I. Allgemeine Einführung

Damit die demografischen Folgen beherrscht werden können, müssen sich die Kommunen frühzeitig auf den Wandel einstellen, denn dort leben die Menschen in ihren Familien, in Kitas, Schulen, Wohnungen, Betrieben und im Alter. Besonders im Alter spielt die Lebensqualität in Kommunen eine deutlich größere Rolle als z. B. im mittleren Erwachsenenalter.

Eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik sollte auf einer möglichst gesicherten Datengrundlage erfolgen und darum geht es bei der Sozialplanung für Senioren.

Vielfalt des Alters

Die Vielfalt des Alters kann folgendermaßen beschrieben werden:

  • zunehmende Hochaltrigkeit, d. h. deutlich mehr Menschen im Alter von mindestens 80 Jahren
  • Feminisierung, d. h. Überwiegen des Frauenanteils, besonders im höheren Alter
  • Singularisierung, d. h. häufigeres Alleinleben älterer Menschen
  • kulturelle Differenzierung, d. h. deutlich mehr Älterer mit nicht-deutscher Herkunft
  • Ältere sind heute gebildeter, gesünder und auch - noch - finanziell besser gestellt als dies früher der Fall war
  • künftig wird Altersarmut zunehmen und damit möglicherweise auch mehr Krankheit im Alter.

Überlagert ist dieser Strukturwandel des Alterns vom Gesundheitszustand sowie von sozialen Differenzierungen in Bezug auf Einkommen bzw. Vermögen, Bildung, berufliche Stellung usw.

Altenhilfe - ein veraltetes Konzept

Inzwischen gerät zunehmend das Alter als Ressource in den Blick, was im doppelten Wortsinn förderungswürdig ist:

Bleiben ältere Menschen aktiv, wirkt sich das präventiv aus und erhöht die Wahrscheinlichkeit, weiter zu altern, ohne pflegebedürftig zu werden, und sich zumindest (länger) selbst versorgen zu können.

Zudem engagieren sich immer Ältere ehrenamtlich und leisten damit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.