Indikator 3.1 - Stadtteilcharakteristik – Kommunales Wohnen im Alter

Vorrangige Aufgabe der kommunalen Akteure (auch Wohnungsbaugesellschaften) sollte es bei diesem Thema sein, selbstständiges Wohnen für Ältere bedarfsgerecht zu gewährleisten.

Voraussetzung für eine bedarfsgerechte Wohnraumplanung sind Informationen über die Wohnzufriedenheiten der Menschen in den Quartieren, was durch Befragungen ermittelt werden kann.

 

Quartier

Definition Quartier: Unter Quartier versteht man einen begrenzten Lebensraum innerhalb der Stadt, der nicht nur in der Größe mit einer Art Dorf vergleichbar ist. Traditionell gilt das Quartier als ein sozialer Raum mit überdurchschnittlich hoher Interaktionsdichte, informellen Aktivitäten (Familien-, Nachbarschafts- und Vereinsleben) und Zusammengehörigkeitsgefühl.

Möglichkeiten der Quartiersgestaltung

1. Planungswerkstätten:

Quartiersgestaltung kann durch Planungswerkstätten oder Workshops geplant werden, in denen die betroffenen Menschen und Experten Ziele und Maßnahmen planen.

2. Quartiersbegehung:

Ergänzend oder alternativ zu Befragungen können Quartiersbegehungen durchgeführt werden. Hier können Experten und die dort wohnenden Menschen Mängel und Barrieren aufgedecken.

Die Teilnehmenden sollten bei einer Quartiersbegehung, auf folgende Punkte achten:

  • barrierefreie Zugänge im öffentlichen Raum (Bushaltestellen, öffentliche Einrichtungen)
  • Ruhebänke/Sitzgelegenheiten
  • Fußgängerüberquerungen zum Kreuzen von Verkehrswegen (z. B. Ampeln oder Zebrastreifen)
  • Fußgängerampeln mit angemessenen Ampelphasen
  • öffentliches Leben auf der Straße im Sinne von „Lebendigkeit“

3. Errichten von Anlaufstellen:

Eine Möglichkeit im Quartier Ideen oder Defizite zu melden, ist die Errichtung von Anlaufstellen. Hier können Informationen, Meinungen und Verbesserungsvorschläge zusammengetragen werden. Meldungen können auch über das Internet oder Telefon erfolgen.

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