Eine hohe Wahlbeteiligung der älteren Bürger kann als Anzeichen für ein hohes Interesse an demokratischen Prozessen und Politikgeschehen bewertet werden. Angesichts diese größer werdenden Bevölkerungsgruppe erhält die Wahlbeteiligung der Senioren auch auf kommunaler Ebene eine mitunter wahlentscheidende Bedeutung. Dieser Indikator unterstreicht zudem die Wichtigkeit der Beteiligung von Senioren an der Seniorenplanung.
Die Ergebnisse der letzten Wahlen belegen, dass die Wahlbeteiligung der 60- bis 69-jährigen Bürger im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und insbesondere gegenüber jungen Menschen unter 25 Jahren eindeutig am höchsten ist. Auch die über 70-Jährigen nehmen ihr Wahlrecht konsequenter wahr als die Jungen, deren Wahlanteil zur Bundestagswahl 2005 einen neuen Tiefststand erreicht hatte.
Mit Ausnahme der über 70-jährigen Frauen liegt die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl bei den Altersgruppen ab 45 Jahren oberhalb, bei den Jüngeren unterhalb der durchschnittlichen Wahlbeteiligung von 71,4 %. Die niedrigste Wahlbeteiligung (59,1 %) zeigt sich in der Altersgruppe der 21- bis 25-Jährigen, die höchste dagegen bei den zwischen 60- und 70-jährigen Wählern (80 %). In der Altersgruppe der über 70-Jährigen nimmt der Anteil der Wählenden dann deutlich ab, liegt trotzdem aber weiterhin über der durchschnittlichen Wahlbeteiligung (vgl. Tabelle 50).
Tabelle 50: Wahlbeteiligung bei den Bundestagswahlen nach Geschlecht und Alter

Quelle: StatBA, Wirtschaft und Statistik 3/2010
Mögliche Verknüpfungen zu anderen Indikatoren (Auswahl):
- 1.9 E Bildungsstand
- 2.1 B Bürgerschaftliches Engagement
- 2.3 B Politische Partizipation, z. B. Seniorenbeirat
- 2.7 E Mitgliedschaft in Vereinen, Organisationen, Parteien usw. – Nutzerstrukturen
Mehr zu diesem Thema:
Datenreport 2006, Kapitel 7: Teilnahme am politischen Leben (Statistisches Bundesamt), Berichtskapitel als PDF (29.03.07)
Wahl zum 16. Deutschen Bundestag am 18.09.2005. Heft 4 – Wahlbeteiligung und Stimmabgabe der Männer und Frauen nach Altersgruppen. Wiesbaden (Statistisches Bundesamt), Bericht als PDF
