Indikator 5.9
Inanspruchnahme ambulanter Angebote

Dieser Indikator dient dazu, in Abgleich mit den Indikatoren Alltagsbezogene Dienste (3.4 B) und Ambulante pflegerische Versorgung (5.4 B) zu erhellen, welche ambulanten Leistungen und allgemeinen Dienste von den pflegebedürftigen Menschen bzw. den pflegenden Angehörigen bereits in Anspruch genommen werden. Im Grunde noch wichtiger sind jedoch Aussagen darüber, welche konkreten Wünsche diese Personen an die unterschiedlichen Anbieter ambulanter Dienstleistungen haben.
Um an diese Informationen zu gelangen und darüber hinaus zu erfahren, welche Gründe für eine – im Vergleich zu anderen Kommunen mit ähnlichen Diensten – bisher nur niedrige Inanspruchnahme alltagsbezogener, niedrigschwelliger ambulanter Dienstleistungen verantwortlich sind, ist eine genaue Betrachtung der Nutzerstruktur erforderlich.
In der Regel ist es schwierig, diesen speziellen Personenkreis überhaupt zu erreichen, insbesondere pflegebedürftige Personen, die keine Leistungen der Pflegeversicherung erhalten. Ein Hindernis sind Informationsdefizite aufseiten der potenziellen Nutzer. Außerdem gibt es Berührungsängste, von fremden Menschen – gegen Entgelt – Hilfe im Haushalt oder bei der zeitweisen Betreuung von Angehörigen anzunehmen.
Eine Möglichkeit, an diese Zielgruppe zu gelangen, stellt eine konkrete Seniorenbefragung zum Thema „Inanspruchnahme ambulanter Angebote“ dar. Diese sollte möglichst sensibel und mithilfe einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit in der Bevölkerung angekündigt werden.
Die dabei ermittelten Nutzerdaten sowohl von den Pflegebedürftigen als auch von deren pflegenden Angehörigen dienen zur Rechtfertigung des Angebots (und zur Nachfragesicherung).