Überblick über das Handbuch

Wie im Einführungskapitel des Seniorenplanungs-Instruments dargestellt, sind die Kommunen am deutlichsten von den Konsequenzen des demografischen Wandels betroffen und müssen sich mit vielen neuen Herausforderungen auseinandersetzen.

Die wesentlichen künftigen Aufgaben der Kommunen – bezogen auf die Altenhilfe – werden aus Sicht des Deutschen Vereins (1998) wie folgt empfohlen bzw. definiert:

  • kommunale Fachplanung, Bedarfs- und Angebotsplanung sowie Konzeptentwicklung
  • Koordination der Dienste und Dienstleistungen, Kooperation der Leistungsanbieter
  • Sozialberichterstattung
  • Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit

Im Hinblick auf seniorenpolitische Planungsprozesse müssen demzufolge verschiedene Themenfelder genauer betrachtet werden. Die fünf in der Sozialplanung für Senioren ausgewählten Themenfelder sind in Anlehnung an das Lebenslagenkonzept insbesondere auf die Zielgruppe der älteren Menschen abgeleitet worden.

Dieses Handbuch stellt dem Anwender des Seniorenplanungs-Instruments eine Reihe zusätzlicher Hintergrundinformationen und Daten zu den verschiedenen Themenfeldern und Indikatoren zur Verfügung. Diese können erstens zur Unterstützung bei der Interpretation der ermittelten Zahlen und Ergebnisse beitragen und sollen zweitens zur vertiefenden Recherche und Auseinandersetzung mit den planungsrelevanten Themen anregen, um deren Bedeutung im Rahmen der Senioren- und Sozialplanung zu verdeutlichen. Insofern kann das Handbuch als Glossar genutzt werden, d. h. der Leser kann hier gezielt nachschlagen, um mehr über Sinn und Zweck eines Indikators oder eines Themenfeldes innerhalb der Basis- bzw. Erweiterungstableaus zu erfahren. Davon sollen insbesondere fachfremde Nutzer des Seniorenplanungs-Instrumentariums profitieren, indem sie sich die erforderlichen Hintergrundinformationen auf direktem Wege beschaffen.

Das Handbuch ist folgendermaßen aufgebaut: Im Gegensatz zum Seniorenplanungs-Instrument wird hier jedes der fünf Themenfelder am Stück vorgestellt. D. h. nach einer Einführung in das Themenfeld 1: Demografische und sozialstrukturelle Daten werden zunächst alle dazugehörenden Indikatoren des Basistableaus aufgelistet und ausführlich beschrieben. Darauf folgen dann die das Themenfeld vervollständigenden Indikatoren des Erweiterungstableaus.
Die Themenfelder 2: Partizipation und bürgerschaftliches Engagement, 3: Wohnen und Lebensführung, 4: Bildung und Kultur und 5: Gesundheit und Pflege sind im Anschluss in gleicher Form dargestellt.

Jeder Indikator ist – soweit möglich – mit aktuellen Tabellen und Abbildungen aus relevanten Studien und Internetpräsenzen unterschiedlicher Ämter, Behörden, Verbände, Institutionen usw. ergänzt worden, sodass der Leser alle wesentlichen Hintergrundinformationen sowie geeignete Kennzahlen für viele Indikatoren zum kommunalen Vergleich (insbesondere Deutschlandwerte) erhält. In einigen Tabellen sind ergänzend Pfeile (Trend 1, Trend -1) eingefügt, die angeben, in welche Richtung sich die jeweiligen Daten in den vergangenen Jahren tendenziell verändert haben und wohin sie sich – möglicherweise – weiterentwickeln werden.

Das Handbuch endet mit einer Übersicht und allgemeinen Hinweisen zum Umgang mit großen Datenbanken (und z. T. damit verbundenen Kosten), die für die Arbeit mit dem Seniorenplanungs-Instrument (Teil 1) von Nutzen sein können. Des Weiteren werden Tipps zur Konzeption von Fragebögen, zu deren Anwendung und zur anschließenden Auswertung von eigenen Befragungen gegeben.