Indikator 1.7 - Bildungsstand

Es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad bzw. der beruflichen Stellung und der Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement. Von daher sollte der Bildungsstand und die letzte berufliche Stellung der älteren Bürger bei der Planung einbezogen werden, um das Potenzial dieser gut ausgebildeten Bevölkerungsgruppe für das Gemeinwohl zu nutzen (Mögliche Fragekategorien zur Ermittlung von Schulabschluss, Ausbildung und letzter Stellung im Beruf sind in der Arbeitshilfe (Teil 3) aufgeführt).

bis Höhere Bildung sowie eine entsprechende aktivere gesellschaftliche Beteiligung wirken präventiv und fördern die Fähigkeit, die sich im Alter herausbildenden Beeinträchtigungen tendenziell zu kompensieren.

bis 42 % aller 50- bis 65-Jährigen gab 2013 an, einen Hauptschulabschluss als höchsten allgemeinen Bildungsabschluss zu besitzen. 14 % dieser Altersgruppe haben einen Realschulabschluss und 27 % die FH- oder Hochschulreife. In der Altersgruppe der 65-Jährigen und Älteren hatten 21 % die FH- oder Hochschulreife erworben, jedoch 59 % einen Hauptschulabschluss. In den kommenden Jahren wird der Anteil an Senioren mit höheren Bildungsabschlüssen steigen.

bis Die Ergebnisse zum beruflichen Bildungsabschluss ähneln denen des allgemeinen Schulabschlusses: Der überwiegende Anteil vor allem der älteren Senioren hat eine Lehre absolviert. Lediglich 11 % der 60- bis 65-Jährigen bzw. 8 % der über 65-Jährigen verfügen über einen akademischen Abschluss.

Personen zwischen 60 und 65 Jahren:

  • Schulabschluss: 43,6 % Hauptschule, 16 % Realschule, 21,9 % FH- oder Hochschulreife
  • beruflicher Bildungsabschluss: 57,8 % Lehre, 7,7 % Fachschulabschluss, 5,7 % FH-Abschluss, 9,3 % Hochschulabschluss

Personen 65 Jahre und älter:

  • Schulabschluss: 62,9 % Hauptschule, 13,4 % Realschule, 14,5 % FH- oder Hochschulreife
  • beruflicher Bildungsabschluss: 52,4 % Lehre, 6,5 % Fachschulabschluss, 3,9 % FH-Abschluss, 5,7 % Hochschulabschluss

bis Die älteren Bürger ausländischer Bevölkerungsgruppen sind häufig schulisch sowie beruflich schlechter ausgebildet als gleichaltrige Deutsche, wobei deutliche Bildungsunterschiede unter den verschiedenen Nationalitätengruppen bestehen. Senioren mit türkischer Staatsangehörigkeit verfügen überdurchschnittlich häufig über keinerlei Schul- oder Berufsabschlüsse. Der Anteil der Abiturienten unter den Senioren aus Italien oder dem ehemaligen Jugoslawien ist fast genauso hoch wie der der gleichaltrigen Deutschen. In Zukunft werden aber alle Gruppen ein höheres Bildungsniveau aufweisen können.

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