Indikator 1.1 Bevölkerungsstand nach Altersgruppen

 

Altenquotient

Definition: Der Altenquotient beschreibt, wie viele Rentner auf 100 Erwerbspersonen kommen, d. h. der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird die ältere Bevölkerung im Rentenalter als Gruppe potenzieller Empfänger von Leistungen der Rentenversicherung oder anderer Alterssicherungssysteme gegenübergestellt.

Der Indikator Altenquotient gilt damit als Kennzeichen dafür, wie stark sich demografiebedingte Veränderungen in der kommunalen Bewohnerstruktur niederschlagen.

Der Altenquotient lag in Deutschland im Jahr 2017 bei 36 (zum Vergleich: 1991 betrug er noch 24) und steigt damit weiter stark an. Dieser Trend wird sich auch in den kommenden Jahren verstärken, wenn die Babyboom-Jahrgänge (Geburtsjahrgänge etwa Ende der 1950er bis Ende der 1960er Jahre) die Altersgrenze von 65 Jahren erreichen.

Nach den Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes wird dieser bis 2060 auf 61 ansteigen.

Zwischen den einzelnen Kommunen und Quartieren gibt es große UNterschiede. Mithilfe des ermittelten Quotienten kann die Kommune ihr sozialpolitisches Handeln entsprechend belegen. Dabei sollten aber Bevölkerungsgruppen wie Kinder, Jugendliche und junge Familien nicht außer Acht gelassen werden.
Neben dem Altenquotienten ist auch der Jugendquotient für die Planung von Bedeutung.

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